Herren: TuS Drolshagen – TSG Siegen 2 20:24 (10:12)

15.12.2018

Ganz schlecht

Was sich bereits in der letzten Partie andeutete, aber noch durch das akzeptable Ergebnis übertüncht wurde (28:21 gegen Netphen 2), spiegelte sich im letzten Auftritt des Jahres nun auch im Resultat wider. Mit einer miserablen Vorstellung lässt der TuS das Jahr ausklingen und verabschiedet sich in die sechswöchige Winterpause. Dabei wollte man eigentlich mit einer überzeugenden Leistung Platz zwei in der Tabelle verteidigen. Dass man auf eine Reihe Stammspieler verzichten musste, konnte auch nicht als Entschuldigung herhalten, die Gästebank war nämlich ebenfalls nicht gerade üppig besetzt. 24 Gegentore darf man kassieren, 20 eigene Treffer reichen in der heutigen Zeit eher selten um Handballspiele zu gewinnen. Dabei rührte die TSG Siegen nicht gerade Beton in der Abwehr an, vielmehr wusste der TuS bei eigenem Ballbesitz einfach kaum etwas Sinnvolles mit der Kugel anzufangen. Auch die Dräulzer Abwehr stand keineswegs sonderlich sattelfest, was man angesichts der passablen Anzahl der Gegentore noch vermuten könnte. Es lag eher daran, dass auch die Gäste nur mit Wasser kochten und nicht gerade ein Offensivfeuerwerk zündeten. Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Die erste Hälfte verlief relativ ausgeglichen, zum Ende erspielten sich die Gäste leichte Vorteile und gingen mit 2 Toren Vorsprung in die Halbzeit (10:12).

 

In der zweiten Halbzeit blieb der TuS ganze acht Minuten ohne eigenen Torerfolg, die TSG dagegen netzte sechsmal ein und in Minute 38 war die Partie beim Stand von 10:18 mehr oder weniger gelaufen. Drolshagen murmelte zwar noch ein paar Treffer in die Maschen, durfte sogar beim 18:21 (52. Minute) nochmal am Anschluss schnuppern, konnte aber nichts mehr mobilisieren um tatsächlich noch einmal gefährlich nahe zu kommen. Damit sortiert sich der TuS vorerst auf Rang drei im breit gefächerten Mittelfeld hinter Liga-Dominator Siegtal ein. Mit den Leistungen der beiden vergangenen Partien sollte der Blick jedoch eher nach unten als nach oben gehen.